Ein Teller dampfendes Rindergulasch mit zarten Fleischstücken, umhüllt von einer würzigen Sauce – das ist wahres Soulfood. Ob an kalten Wintertagen oder als herzhafter Klassiker am Sonntagstisch: Rindergulasch gehört zu den beliebtesten Schmorgerichten der deutschen Küche. In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, wie dir ein klassisches Rindergulasch garantiert gelingt – ganz ohne Schnickschnack, dafür mit viel Geschmack.
Warum klassisches Rindergulasch immer eine gute Idee ist
Rindergulasch ist mehr als nur ein Eintopf. Es ist ein Traditionsgericht mit ungarischen Wurzeln, das sich längst einen festen Platz in der deutschen Küche gesichert hat. Der große Vorteil: Es lässt sich wunderbar vorbereiten, schmeckt aufgewärmt sogar noch besser und kann je nach Geschmack abgewandelt werden. Besonders beliebt ist die klassische Variante mit Zwiebeln, Paprika, Tomatenmark und einem kräftigen Schuss Rotwein.
Zutaten für 4 Portionen
Für ein authentisches, hausgemachtes Rindergulasch brauchst du keine exotischen Zutaten – das Geheimnis liegt in der Zubereitung und der Qualität des Fleisches:
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800 g Rindfleisch (z. B. aus der Schulter oder Wade)
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3 große Zwiebeln
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2 Knoblauchzehen
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2 EL Paprikapulver (edelsüß)
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1 EL Tomatenmark
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500 ml Rinderfond oder Brühe
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200 ml trockener Rotwein
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2 EL Mehl (optional, zum Andicken)
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1 TL Kümmel (ganz oder gemahlen)
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2 Lorbeerblätter
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Salz und frisch gemahlener Pfeffer
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Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
Optional:
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1 Paprikaschote (rot oder gelb), gewürfelt
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1 TL Majoran oder Thymian
Zubereitung – Schritt für Schritt zum perfekten Rindergulasch
1. Vorbereitung ist alles
Bevor du loslegst, solltest du das Fleisch in gleichmäßige Würfel schneiden (ca. 3×3 cm) und die Zwiebeln fein hacken. Knoblauch schälen und ebenfalls fein schneiden oder pressen. Wenn du Paprika verwenden möchtest, diese ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
2. Fleisch kräftig anbraten
In einem großen, schweren Schmortopf etwas Butterschmalz erhitzen. Die Fleischwürfel portionsweise scharf anbraten, sodass sie rundherum braune Röstaromen entwickeln. Nicht alles auf einmal in den Topf geben – das würde das Fleisch eher kochen als braten. Anschließend das Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
3. Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen
In dem Bratfett nun die Zwiebeln glasig dünsten. Je länger du sie schmoren lässt, desto süßlicher wird später die Sauce. Danach den Knoblauch und das Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten – aber Vorsicht, nicht zu dunkel werden lassen.
4. Würzen und ablöschen
Paprikapulver und Kümmel dazugeben, umrühren und sofort mit dem Rotwein ablöschen, damit das Paprikapulver nicht bitter wird. Den Rotwein einreduzieren lassen, bis nur noch die Hälfte der Flüssigkeit im Topf ist. Das sorgt für ein intensiveres Aroma.
5. Fleisch zurück in den Topf
Nun das angebratene Fleisch zurückgeben, mit Rinderfond auffüllen und Lorbeerblätter hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Deckel auflegen.
6. Sanft schmoren lassen
Das Rindergulasch bei niedriger Hitze mindestens 1,5 bis 2 Stunden langsam köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren und etwas Wasser oder Brühe nachgießen, falls die Flüssigkeit zu stark reduziert wird. Nach etwa 90 Minuten kannst du prüfen, ob das Fleisch schon zart ist.
7. Sauce verfeinern
Wer es gerne etwas sämiger mag, kann die Sauce mit etwas in Wasser angerührtem Mehl abbinden oder die Zwiebeln leicht pürieren. Auch ein Löffel saure Sahne sorgt für zusätzliche Cremigkeit.
Serviervorschläge – das passt perfekt dazu
Rindergulasch ist ein echter Alleskönner, wenn es um Beilagen geht. Hier einige beliebte Klassiker:
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Salzkartoffeln: Der bodenständige Klassiker
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Spätzle oder Eiernudeln: Perfekt zum Aufnehmen der Sauce
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Kartoffelknödel: Besonders festlich und sättigend
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Bauernbrot: Zum Tunken ein Genuss
Ein knackiger grüner Salat oder eingelegte Gurken runden das Gericht wunderbar ab.
Tipps für besonders zartes Gulasch
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Das richtige Fleisch: Verwende gut durchwachsenes Fleisch mit Bindegewebe. Schulter, Wade oder Ober- und Unterschale sind ideal. Filet ist zu mager und wird trocken.
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Lange Schmorzeit: Zartes Gulasch braucht Zeit. Schnellkochen bringt nicht denselben Geschmack.
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Geduld beim Anbraten: Röstaromen machen den Unterschied – nimm dir die Zeit für jede Portion Fleisch.
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Nicht zu früh salzen: Zu viel Salz kann das Fleisch austrocknen. Lieber gegen Ende abschmecken.
FAQ – Häufig gestellte Fragen rund um Rindergulasch
Welches Fleisch für Rindergulasch?
Am besten eignet sich durchwachsenes Fleisch mit etwas Fett und Bindegewebe. Besonders beliebt sind Rinderschulter, Rinderwade oder auch das sogenannte Bugstück. Diese Fleischteile bleiben beim langen Schmoren saftig und entwickeln ein intensives Aroma.
Wie lange muss Rindergulasch kochen?
Für ein klassisches Rindergulasch solltest du mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Nur so wird das Fleisch richtig zart und die Aromen können sich entfalten.
Wie lange Rindergulasch kochen?
Diese Frage wird häufig doppelt gestellt, aber zur Sicherheit noch einmal: Gulasch sollte mindestens 90 bis 120 Minuten bei niedriger Hitze schmoren. Je länger, desto besser – insbesondere, wenn du grobfaseriges Fleisch verwendest.
Wie lange braucht Rindergulasch im Schnellkochtopf?
Im Schnellkochtopf reduziert sich die Garzeit deutlich. Hier reicht oft eine Kochzeit von 30 bis 40 Minuten unter Druck. Achte darauf, dass du nach dem Öffnen der Druckanzeige prüfst, ob das Fleisch die gewünschte Zartheit erreicht hat.
Welches Fleisch für zartes Rindergulasch?
Für besonders zartes Gulasch empfiehlt sich gut gereiftes Muskelfleisch mit leichtem Fettanteil. Schulter, Wade oder das sogenannte Bürgermeisterstück liefern beste Ergebnisse. Wichtig ist außerdem, das Fleisch quer zur Faser zu schneiden und ausreichend lange zu schmoren.
Fazit:
Hausgemachtes Rindergulasch ist ein ehrliches Gericht, das mit wenigen Zutaten, aber viel Geduld und Liebe zum Detail begeistert. Ob für Gäste oder einfach als wärmendes Familienessen – mit diesem Rezept gelingt dir ein Klassiker, der immer wieder Freude macht. Probiere es aus und schmecke den Unterschied!







