Wenn es draußen kälter wird und der Duft von deftigem Essen durch das Haus zieht, gibt es kaum etwas Schöneres als ein traditionelles Sonntagsgericht wie Rinderrouladen. Dieses Rezept weckt Erinnerungen an die Kindheit – an die gute alte Hausmannskost, an dampfende Töpfe auf dem Herd und an das Lächeln der Großmutter, wenn sie mit Liebe für die Familie gekocht hat. Rinderrouladen sind mehr als nur ein Gericht – sie sind ein kulinarisches Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Rinderrouladen zubereitest, wie sie dir garantiert zart und saftig gelingen und welche Beilagen am besten dazu passen. Natürlich darf dabei auch ein Blick auf die besten Tipps für den Einkauf nicht fehlen. So wird dein Essen nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein echtes Highlight für Familie und Freunde.
Was sind Rinderrouladen?
Rinderrouladen sind dünn geschnittene Rindfleischscheiben, die klassisch mit Speck, Zwiebeln, Gewürzgurken und Senf gefüllt, aufgerollt und anschließend geschmort werden. Die lange Garzeit sorgt dafür, dass das Fleisch wunderbar zart wird und sich die Aromen perfekt verbinden. In der traditionellen deutschen Küche sind Rouladen ein echtes Festtagsgericht – perfekt für Sonntage, Weihnachten oder wenn einfach mal wieder richtig gut gegessen werden soll.
Zutaten für 4 Personen
Für die Rinderrouladen:
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4 große Rinderrouladen (aus der Oberschale oder Rouladenscheiben vom Metzger)
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4 TL mittelscharfer Senf
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4 Gewürzgurken
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8 Scheiben Frühstücksspeck (Bauchspeck)
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2 Zwiebeln
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Salz und frisch gemahlener Pfeffer
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Küchengarn oder Rouladennadeln zum Fixieren
Für die Sauce:
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2 Zwiebeln
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2 Karotten
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1/2 Knollensellerie
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2 EL Tomatenmark
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500 ml Rinderfond oder kräftige Brühe
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250 ml Rotwein (optional, aber empfehlenswert)
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1 Lorbeerblatt
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1-2 EL Butterschmalz zum Anbraten
Optional zum Abschmecken:
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1 TL Zucker
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Etwas Speisestärke oder Mehlbutter zum Andicken
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Etwas Sahne oder Crème fraîche (für eine mildere Sauce)
Zubereitung
1. Vorbereitung der Rouladen
Die Rinderrouladen ausbreiten, trocken tupfen und auf einer Arbeitsfläche nebeneinander legen. Jede Scheibe mit einem Teelöffel Senf bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann je zwei Scheiben Speck auflegen, eine geviertelte Gewürzgurke und ein paar Zwiebelringe in die Mitte legen.


Jetzt die Seiten leicht einklappen und die Roulade von der schmalen Seite her fest aufrollen. Mit Küchengarn umwickeln oder mit Rouladennadeln fixieren, damit sie beim Schmoren nicht aufgehen.



2. Anbraten
In einem großen Schmortopf das Butterschmalz erhitzen. Die Rouladen rundherum kräftig anbraten, bis sie schön gebräunt sind – das gibt später Farbe und Geschmack für die Sauce. Danach herausnehmen und beiseitestellen.



3. Ansatz für die Sauce
Zwiebeln, Karotten und Sellerie grob würfeln und im verbliebenen Bratfett anrösten. Das Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, bis es leicht karamellisiert – das intensiviert den Geschmack. Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Den Rinderfond oder die Brühe angießen, Lorbeerblatt hinzufügen.


4. Schmoren
Die Rinderrouladen wieder in den Topf legen, sodass sie von der Sauce umgeben sind. Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze etwa 1,5 bis 2 Stunden schmoren lassen. Alternativ kann der Topf auch bei 160 °C (Ober-/Unterhitze) in den Ofen gestellt werden.

5. Sauce vollenden
Wenn das Fleisch zart ist, die Rouladen vorsichtig herausnehmen und warmhalten. Die Sauce durch ein Sieb passieren und bei Bedarf mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer möchte, kann sie mit Speisestärke abbinden oder mit einem Klecks Crème fraîche verfeinern.

Serviervorschlag
Rinderrouladen lassen sich wunderbar mit traditionellen Beilagen kombinieren. Besonders gut passen:
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Kartoffelklöße oder Semmelknödel
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Rotkohl oder Apfelrotkohl
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Buttrige Petersilienkartoffeln
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Spätzle oder Bandnudeln
Auch ein einfacher Gurkensalat oder ein Feldsalat mit Kartoffeldressing kann als frische Beilage eine schöne Ergänzung sein.
Tipps für perfekte Rinderrouladen
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Fleischqualität: Achte auf gut gereiftes Fleisch vom Metzger deines Vertrauens. Die Oberschale oder Nuss eignet sich ideal.
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Richtiges Schmoren: Geduld zahlt sich aus. Das Fleisch muss lange und langsam schmoren, damit es butterzart wird.
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Reste verwerten: Rinderrouladen lassen sich hervorragend aufwärmen – oft schmecken sie am nächsten Tag sogar noch besser.
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Vorrat anlegen: Die Rouladen lassen sich auch wunderbar einfrieren – entweder roh vorbereitet oder fertig geschmort mit Sauce.
Rinderrouladen kaufen: Worauf du achten solltest
Beim Einkauf der Rinderrouladen lohnt sich der Blick auf Wochenangebote oder Metzgereien mit regionalem Bezug. Supermärkte bieten oft fertig zugeschnittene Rouladen an, doch echte Qualität erkennt man an einer sauberen Marmorierung, gleichmäßiger Dicke und einem frischen Geruch. Wer sparen möchte, kauft beim Wochenangebot oder greift bei Großpackungen zu und friert Portionsgrößen ein.
Häufige Fragen zu Rinderrouladen
Wo sind Rinderrouladen im Angebot?
Rinderrouladen sind häufig im Angebot bei großen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Kaufland oder Lidl – besonders vor Feiertagen oder am Wochenende. Ein Blick in die aktuellen Handzettel lohnt sich, ebenso wie der Vergleich mit örtlichen Metzgereien.
Wo sind Rinderrouladen im Angebot diese Woche?
Die aktuellen Wochenangebote findest du auf den Webseiten der Supermärkte oder über entsprechende Angebots-Apps. Besonders rund um Feiertage oder Saisonwechsel werden Rinderrouladen häufig beworben.
Was passt zu Rinderrouladen?
Klassische Beilagen wie Rotkohl, Kartoffelklöße, Spätzle oder ein kräftiges Kartoffelpüree sind ideale Begleiter. Auch ein Gurkensalat mit Dill oder ein frisches Wurzelgemüse harmonieren gut mit dem kräftigen Geschmack der Rouladen.
Welche Beilage zu Rinderrouladen?
Neben Klößen und Rotkohl eignen sich auch Rahmwirsing, Butterbohnen oder sogar ein Selleriepüree als etwas modernere Variante. Die Beilage sollte den Geschmack der Sauce aufnehmen können – hier bieten sich vor allem stärkehaltige Komponenten wie Kartoffeln, Nudeln oder Brot an.
Wie lange brauchen Rinderrouladen?
Die Garzeit beträgt in der Regel 1,5 bis 2 Stunden, je nach Fleischdicke und Temperatur. Wichtig ist, dass das Fleisch langsam geschmort wird – es soll nicht kochen, sondern sanft garziehen. So bleibt es saftig und wird zart.
Fazit
Rinderrouladen wie bei Oma sind mehr als nur ein Gericht – sie sind ein Stück gelebte Familientradition. Mit diesem Rezept gelingt dir der Klassiker garantiert: vollmundig, zart und mit einer Sauce, die zum Reinlegen ist. Wer einmal selbstgemachte Rouladen probiert hat, weiß, warum sie auf keiner Festtagstafel fehlen dürfen.
Ob für ein festliches Essen, den Sonntagsbraten oder einfach, um sich selbst etwas Gutes zu tun – Rinderrouladen sind und bleiben ein Lieblingsgericht vieler Generationen. Mit etwas Geduld, den richtigen Zutaten und diesem bewährten Rezept zauberst du ein Essen, das Erinnerungen weckt – ganz wie bei Oma.






